#1 Regionale Lebensmittel

Tagtäglich stehen unsere Bauern am Feld und im Stall, um eine Versorgung mit heimischen Nahrungsmitteln zu ermöglichen. Seit fast 60 Jahren hat es sich der Maschinenring zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige, flächendeckende und vielfältige Agrarwirtschaft zu sichern und die kleinstrukturierte Landwirtschaft zu erhalten. Denn nur so kann die heimische Produktion von Lebensmittel auch nachhaltig gesichert werden.

Tierwohl, Naturschutz, Schutz des Lebensraums, nachhaltiges Wirtschaften sind allgemeine Anliegen, die von Bauern täglich gelebt werden und die auch der Gesetzgeber verlangt. Neben der Versorgung mit hochqualitativen Lebensmitteln sorgen sie auch für erneuerbare Energie und den Erhalt von Kultur und Tradition – Werte, die für rund 80 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung laut Marktforschung sehr wichtig sind. Vor allem für den heimischen Tourismus ist die von den Bauern gepflegte Landschaft das internationale Aushängeschild.

DIE LEBENSMITTELHELFER IN DER CORONA-KRISE

Die von Österreichs Nachbarländern verhängten Grenzschließungen im März und die damit verbundenen Einreiseverbote nach Österreich stellen heimische Betriebe vor große Herausforderungen. Fremdarbeitskräfte bzw. Saisoniers die in Österreich beschäftigt sind, dürfen nicht mehr einreisen, wodurch auch auf landwirtschaftlichen Betrieben Arbeitskräfte ausbleiben.

Damit die Lebensmittelversorgung sichergestellt ist und bleibt, müssen alle jetzt notwendigen Arbeiten zeitgerecht durchgeführt werden. Die Landwirtschaftskammer Kärnten, das Landwirtschaftsministerium, die Wirtschaftskammer, das Arbeitsministerium und der Maschinenring Kärnten unterstützen die Bäuerinnen und Bauern dabei, die landwirtschaftlichen Arbeiten trotz der aktuellen Situation termingerecht durchführen und damit die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln weiterhin sicherstellen zu können. Der Maschinenring Kärnten ist dabei auch Partner bei der Umsetzung vor Ort, da er über die erforderliche Erfahrung in diesem Bereich verfügt.

Ab sofort ist es den heimischen Betrieben daher über die Online-Plattform www.dielebensmittelhelfer.at möglich, den Bedarf an Arbeitskräften für dringend notwendige Arbeiten unverbindlich anzumelden. Weiters können jene Betriebe, deren Arbeitskräfte derzeit nicht vollständig ausgelastet sind, dies auf der Plattform melden und dadurch für andere Betriebe verfügbar machen. Ebenso ist es möglich, seine eigene Mithilfe auf landwirtschaftlichen Betrieben anzubieten (z.B. StudentInnen, zukünftige HofübernehmerInnen, Bäuerinnen und Bauern, Personen mit entsprechendem Interesse, …). Für Studentinnen und Studenten der BOKU-, VetMed- und HAUP Ober-St. Veit ist die Zeit des Einsatzes in diesem Bereich teilweise als Berufspraktikum anrechenbar.